Wim Vandemaan


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»Allrounder im Action-Einsatz«


Als Jugendlicher las er PERRY RHODAN-Comics, als Literaturwissenschaftler analysierte er die Serie, als ATLAN-Autor fasste er Fuß im Perryversum, und bei den aktuellen Romanen wartet mittlerweile ein wahrer Fankreis auf seine Romane. Mit PERRY RHODAN-Action betritt auch Wim Vandemaan neues Terrain: Sein Roman »Das Gericht der Regenten« setzt auf rasante Spannung.

Der 1959 in Wanne-Eickel geborene Hartmut Kasper, der bei PERRY RHODAN als Wim Vandemaan schreibt, absolvierte nach seiner Schul- und Studienzeit eine abwechslungsreiche berufliche Laufbahn. Unter anderem arbeitete er im Finanzamt und in einer Rheumaklinik. Als Pädagoge wirkte er an der Pädagogischen Hochschule im polnischen Olsztyn und an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel; derzeit ist er als Lehrer an einer Schule in Nordrhein-Westfalen tätig. Mit seiner Frau und zwei Kindern lebt er in Gelsenkirchen.

Seinen ersten Kontakt zur PERRY RHODAN-Serie hatte Hartmut Kasper bereits mit acht Jahren, als ihm ein PERRY-Comic in die Hände fiel. Nachdem er daran Gefallen gefunden hatte, dauerte es nicht mehr lange, bis er zu – wie er selbst sagt – »PERRY RHODAN fast ohne Bild« umstieg. Seit damals blieb er der Serie treu.

Erste Kontakte zur Redaktion der größten Science-Fiction-Serie der Welt knüpfte er bereits Mitte der 90er Jahre. Damals ging es ihm darum, über das sogenannte Perryversum zu berichten: Seit Jahren arbeitete Kasper neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit für Rundfunksender, Zeitungen und Zeitschriften. Der Kontakt wurde enger, und beim PERRY RHODAN-Weltcon im Jahr 1999, einer Fan-Veranstaltung mit mehreren Tausend Besuchern, hielt er einen begeistert aufgenommenen Vortrag. Seit 2001 betreut er das PERRY RHODAN-Journal, eine wissenschaftliche Beilage der Heftromanserie.

Als Hartmut Kasper im Sommer 2005 seinen ersten Roman für die ATLAN-Serie schrieb, war klar, dass er hierfür ein »offenes« Pseudonym wählen würde: einen Künstlernamen also, der nicht geheim gehalten werden sollte, der aber klar die verschiedenen Bereiche seiner journalistischen und schriftstellerischen Arbeit trennte.

»Ein Pseudonym gehört für mich wie das Titelbild und die Leserkontaktseite zum Gesamtkunstwerk Heftroman«, sagt der Autor selbst dazu. Immerhin hätten schon die Gründungsautoren der PERRY RHODAN-Serie in den sechziger Jahren unter Künstlernamen gearbeitet. Vandemaans Interesse galt während seiner Studienzeit dem niederländischen Kulturkreis, er studierte sogar Niederlandistik. Kein Wunder, dass er sein Pseudonym entsprechend wählte.

Seit seiner ATLAN-Mitarbeit war Wim Vandemaan aus dem PERRY RHODAN-Umfeld nicht mehr wegzudenken. So erwies es sich als folgerichtig, dass im Frühjahr 2007 sein erster Roman zur Hauptserie erschien: »Das Andromeda-Monument« wurde als PERRY RHODAN-Extra publiziert. Die Begeisterung bei den Autorenkollegen wie bei den Lesern war groß – danach wurde Vandeman ins PERRY RHODAN-Team aufgenommen.

Mit PERRY RHODAN-Action folgt die Beteiligung am nächsten Projekt. Die Entscheidung bei der Serie mitwirken zu wollen, fiel dem Autor dabei nicht schwer: »Zu meinen Lieblings-DVDs gehören die Filme, in denen Pierce Brosnan ›James Bond‹ spielt. Ich habe sie oft gesehen und kenne sie ziemlich auswendig, deswegen achte ich nicht mehr auf die Dialoge, sondern spiele die DVDs stets mit den Audio-Kommentaren ab. Dort wird gezeigt, wie man Action inszeniert – und ich denke, es gibt kaum ein anspruchsvolleres Metier als dieses. Deswegen fand ich es extrem spannend, etwas derartiges im PERRY RHODAN-Universum zu versuchen.«

Doch wie bildet man James Bond auf den so unterschiedlich agierenden Perry Rhodan ab? Und wie stark unterscheidet sich PERRY RHODAN-Action von der Erstauflage? Auch hierzu macht sich Vandemaan seine Gedanken:

»Rhodan in Turbulenzen. Schnell wechselnde Schauplätze. Figuren, die ›under cover‹ operieren. Spiele mit extrem hohen Einsätzen. Rasche, verblüffende Wendungen. Der eigentliche Clou ist die Zeit, in der die neue Serie spielt. Man rückt in die Nähe des frühen Rhodans, umgeben von den frühen Figuren. Als hätte man die Erlaubnis erhalten, für ein paar Stunden zurückzukehren in die Landschaften der Kindheit. Man staunt, man ist aufgeregt, man meint, es könnte einem jeden Moment Walter Ernsting über die Schultern schauen, Scheer sich räuspern und einen Kurzvortrag halten über die Lage des Solaren Imperiums – ein wenig kommt man sich vor wie ein Zeitreisender.«
Perry Action